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Permanente Absturzsicherung auf dem Flachdach: Wann sie Pflicht ist und was sie leisten muss

Absturzsicherung auf Flächdächern, die regelmäßig betreten werden, muss zwei Anforderungen gleichzeitig erfüllen: Sie soll maximal schützen – und den Arbeitsalltag so wenig wie möglich behindern. Permanente Systeme sind genau dafür konzipiert. Sie stehen dauerhaft, werden einmal geprüft und bieten bei jeder Begehung sofortigen Schutz ohne Auf- und Abbauaufwand.

Wann ist permanente Absturzsicherung sinnvoll?

Die Entscheidung zwischen temporarer und permanenter Lösung hängt von der Begehungshäufigkeit ab. Ein Flachdach, das einmal jährlich zur Reinigung der Dachrinne betreten wird, braucht keine permanente Installation. Ein Dach mit PV-Anlage, Klimaanlage oder anderen wartungsintensiven Einbauten, das monatlich oder häufiger betreten wird, ist ein klarer Fall für permanente Lösungen.

Die überarbeitete DGUV Information 201-056 (September 2025) macht diese Unterscheidung über die Ausstattungsklassen AK-A bis AK-C explicit: Je höher die Nutzungsintensität, desto höher die Anforderungen an das Schutzsystem.

Permanente Dachrandsicherung: Was sie von temporären Systemen unterscheidet

Permanente Geländer und Seitenschutzsysteme werden strukturell am Gebäude befestigt – entweder an der Attika, am Dachrandaufbau oder durch Einbettung in die Dachkonstruktion. Sie stehen dauerhaft und müssen nicht bei jeder Begehung neu aufgebaut werden.

Vorteile gegenüber temporären Systemen: kein Aufbauaufwand vor jeder Begehung, höhere Stabilität durch strukturelle Befestigung, keine Ballastierung notwendig, und eindeutige Erkennbarkeit der gesicherten Bereiche. Nachteil: höherer Installationsaufwand, Dachdurchdringung meist nicht vermeidbar, höhere Investitionskosten.

Permanente Anschlageinrichtungen nach EN 17235

Neben kollektivem Seitenschutz sind auch permanente Einzelanschlagpunkte oder Seilsicherungssysteme möglich. Diese richten sich an Einzelpersonen oder kleine Teams, die PSAgA verwenden. Die relevante Norm ist seit der Überarbeitung die EN 17235 – sie löst für ortsfeste Anschlageinrichtungen die frühere EN 795 ab.

Permanente Anschlagpunkte eignen sich besonders für Bereiche, in denen ein vollständiges Geländer nicht realisierbar ist – etwa an Dachluken, Übergängen oder in engen Technikbereichen.

Planung: Was Betreiber und Planer beachten müssen

Permanente Systeme müssen bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Nachträgliche Installation ist möglich, aber aufwändiger und teurer. Die DGUV 201-056 adressiert Planer und Architekten ausdrücklich: Gebäude, die häufig betreten werden, sollen bereits im Entwurf geeignete Schutzmaßnahmen vorsehen.

Bei bestehenden Gebäuden gilt: Wer sein Dach regelmäßig betritt und noch keine permanente Sicherung hat, sollte eine Gefährdungsbeurteilung erstellen und das System nachrüsten. Im Schadensfall wird die DGUV 201-056 als Maßstab für den Stand der Technik herangezogen.

Prüfpflichten für permanente Systeme

Permanente Absturzsicherungen müssen regelmäßig geprüft werden. Die DGUV 201-056 empfiehlt eine Prüfung spätestens alle 24 Monate durch eine sachkundige Person – bei erhöhter Belastung oder nach besonderen Ereignissen (Sturm, Schneebelastung, mechanische Einwirkung) frühere Prüfung. Die Prüfung muss dokumentiert werden.

Temporäre Ergänzung: Mobile Sekuranten

Permanente Systeme decken den Regelfall ab. Für Sonderbereiche oder temporäre Erweiterungen des gesicherten Bereichs sind mobile Sekuranten die praktische Ergänzung. Sie können flexibel positioniert werden und sind ohne Dachdurchdringung einsetzbar.

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Die Kombination aus Dachrandsicherung und mobilen Anschlagpunkten bietet für die meisten Gebäude eine flexible und zuverlässige Lösung. Gerüstexpress berät Sie bei der Auswahl des richtigen Systems für Ihre Dachfläche. Jetzt Beratungsgespräch anfragen – wir analysieren gemeinsam mit Ihnen, welches System Ihrer Nutzungssituation entspricht.

Häufige Fragen

Muss ich eine Dachdurchdringung in Kauf nehmen?

Bei echten permanenten Geländern in der Regel ja. Für Attika-Klemmsysteme oder freistehende Systeme mit Ballastierung gibt es dagegen Lösungen ohne Dachdurchdringung – allerdings mit höherem Wartungsaufwand.

Was kostet eine permanente Absturzsicherung?

Das hängt stark von der Dachfläche, der Anzahl zu sichernder Kanten und dem gewählten System ab. Eine individuelle Planung ist empfehlenswert, bevor man Kosten vergleicht.

Wer darf permanente Systeme installieren?

Die Installation muss durch Fachpersonal erfolgen, das mit den Systemanforderungen und den relevanten Normen vertraut ist. Der Hersteller gibt vor, welche Qualifikationen erforderlich sind.

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