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Die 8 häufigsten Fehler beim Rollgerüsteinsatz – und wie man sie vermeidet

Rollgerüste sind aus dem Handwerk nicht wegzudenken – aber falsch eingesetzt werden sie zur Unfallquelle. Die meisten Unfälle passieren nicht durch plötzliches Versagen, sondern durch Fehler, die sich ankunden: falscher Untergrund, fehlendes Geländer, deaktivierte Rollen. Wer diese Fehler kennt, vermeidet sie.

Fehler 1: Rollen nicht arretiert

Der häufigste Fehler schlechthin. Das Gerüst steht, wirkt stabil – aber sobald jemand die Plattform betritt und sich bewegt, rollt es weg. Die Rollen müssen bei jedem Aufbau und vor dem Betreten arretiert werden. Alle vier Rollen, nicht nur zwei.

Fehler 2: Kein Geländer ab 2 Metern Absturzhöhe

Ab 2 Metern Absturzhöhe ist ein Seitengeländer gesetzlich vorgeschrieben. Kein Ermessen, keine Ausnahme für kurze Arbeiten. Wer ohne Geländer arbeitet, handelt rechtswidrig – und trägt im Schadensfall die volle Haftung.

Fehler 3: Diagonalstreben weggelassen

Diagonalstreben sind keine optionalen Extras. Sie sind strukturell notwendig für die Stabilität des Gerüsts gegen seitliche Kräfte. Wer sie weglässt, weil das Gerüst auch ohne sie steht, riskiert, dass es bei einer seitlichen Belastung kippt.

Fehler 4: Falsche Plattformhöhe

Ein Rollgerüst für 4 m Arbeitshohe bietet eine Plattformhöhe von ca. 2 m. Wer das verwechselt und ein zu kleines Gerüst kauft, steht am Ende auf der obersten Sprosse – ohne Geländer, ohne stabile Plattform. Die Plattformhöhe muss für die geplante Arbeitshohe ausreichen.

Fehler 5: Gerüst mit Personen verfahren

Das Verfahren eines Rollgerüsts mit Personen auf der Plattform ist verboten – ohne Ausnahme. Das Gerüst kann kipppen, besonders wenn die Rollen auf Unebenheiten treffen. Alle Personen müssen vor dem Verfahren die Plattform verlassen.

Fehler 6: Falscher oder unebener Untergrund

Rollgerüste benötigen einen festen, tragfähigen Untergrund. Loser Sand, feuchtes Erdreich, Schotter oder unebene Pflastersteine sind problematisch. Wenn der Untergrund nachgibt, kann das Gerüst in Schieflage geraten – besonders bei höheren Aufbauten gefährlich.

Fehler 7: Stabilisatoren vergessen

Ab einer bestimmten Aufbauhöhe – in der Regel ab 4 bis 6 m Plattformhöhe – sind Stabilisatoren oder Ausleger zwingend erforderlich. Die genaue Höhe ist herstellerabhängig und in der Aufbauanleitung angegeben. Wer die Aufbauanleitung nicht liest, macht diesen Fehler regelmäßig.

Fehler 8: Improvisiete Plattformlösungen

Zwei Bretter quer über die Rahmen gelegt, eine Leiter als Arbeitsfläche – solche Lösungen sieht man auf Baustellen immer wieder. Sie sind gefährlich, weil die Traglastangaben des Gerüsts für die vorgesehene Systemplattform gelten, nicht für improvisiierte Konstruktionen.

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Ein gutes Rollgerüst macht sicheres Arbeiten einfacher – weil es mit der richtigen Ausrüstung geliefert wird und die Aufbauanleitung klar und verständlich ist. Im Sortiment von Gerüstexpress finden Sie:

Alle Modelle nach DIN EN 1004, mit Aufbauanleitung und komplettem Sicherheitszubehör. Jetzt beraten lassen – wir helfen Ihnen, das richtige Modell zu finden.

Häufige Fragen

Darf ich ein Rollgerüst auf Baustellen ohne Aufbauanleitung aufbauen?

Nein. Die Aufbauanleitung des Herstellers ist verbindlich – Abweichungen heben die Normkonformität auf und können im Schadensfall zur Haftung führen.

Was muss ich tun, wenn die Rollen auf unebenem Untergrund nicht arretiert bleiben?

Den Untergrund ausgleichen oder Unterlegplatten verwenden. Im Zweifel den Hersteller kontaktieren – für schwierige Untergründe gibt es Sonderzubehör.

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